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Die intermedialen Arbeiten von Manu Luksch erstellen Tools und Rahmenbedingungen, um herkömmliche Auffassungen von Fortschritt zu hinterfragen. Künstlerische Methoden umfassen das Auslösen von Abläufen, Betreiben von Recherche und interdisziplinäre Zusammenarbeit – oftmals mit Gruppen, deren Erfahrungswerte und Expertise unterschätzt werden.

Manu Luksch gründete ambientTV.NET als Schmelzpunkt für unabhängige Projekte an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Gesellschaftskritik. Die Auswirkungen von Emerging Technologies auf den Alltag, auf soziale Netzwerke, den urbanen Raum und politische Strukturen sind von besonderem Interesse. Luksch beschäftigt sich mit den Möglichkeiten der Kunst an der Gestaltung von Zukunftsmodellen teilzunehmen, Kritik zu den Beschneidungen des öffentlichen Raumes zu formulieren, und den Diskurs um persönliche Datenspuren in einer vernetzten Gesellschaft zu stimulieren.

 Ihre Arbeiten werden international in Museen und auf Festivals gezeigt, wie etwa Whitechapel Art Gallery (London 2012), Ars Electronica (Linz 2012), Coreana Museum of Art (Seoul 2011), Norwich Castle Museum (UK 2011), LABoral (Gijon 2010), VideoTage (Hong Kong 2009). Die Filminstallation FACELESS (2007), für die Tilda Swinton die Erzählstimme beigetragen hat, bediente sich des Kunstgriffes des ‘legalen Readymades’ und ist Teil der permanenten Sammlung des Centre Pompidou.

Das Interventionsprojekt Kayak Libre, eine temporäre experimentelle Infrastruktur in Form eines Kajaktaxis, wurde mit dem Marianne.von.Willemer Preis für digitale Medien des Ars Electronica und der Stadt Linz ausgezeichnet. Das Projekt diente der Provokation alternativer Zukunftsentwürfe für Mobilität: als Fahrtpreis wurde ein Gespräch eingehoben.

Preise: ELEVATE Artivism Preis 2015, Marianne.von.Willemer Preis 2012, Österreichisches Staatsstipendium für Medienkunst 2012.

Studium: Akademie der Bildenden Künste Wien, Bildnerische Erziehung; Chulalongkorn University Bangkok, Visual Arts; Chiang Mai University, Visual Arts; Universität Wien, Institut für Geschichte; Université Fribourg, Gastsemester Geschichte und Französisch.

 

[last update 01/2016]